Forschungskolloquium „Sozialgeschichte aus dem östlichen Europa im Zeitalter der Extreme [...]“

Das Werk von Roman Rosdolsky (1898–1967) ist in der Agrar- und Sozialgeschichte Ostmitteleuropas bis heute stark präsent, wenn auch die Person des galizisch-westukrainischen Historikers in der Historiografiegeschichte weithin unbekannt ist. Rosdolsky führte ein transnationales Leben zwischen Lemberg, Prag, Wien, Krakau, Linz und Detroit als freischwebender linker Intellektueller. Seine bewegte Biografie, die sich in einigen der Epizentren des „Zeitalters der Extreme“ abspielte, stand in starker Wechselwirkung mit seinem politischen wie intellektuellen Engagement. Rosdolsky war ein „doppelter Dissident“ – galizisch-ukrainischer Historiker in der polnischen und österreichischen Forschung, Kommunist und entschiedener Gegner des Stalinismus sowie unorthodoxer Marxist in den USA der Nachkriegszeit –, dessen Werke zur galizischen Agrarverfassung, dem Bauernaufstand 1846, den ruthenischen Bauernabgeordneten und der Steuerreform unter Josef II. eine unkonventionelle Perspektive auszeichnet.

Zusammenfassung:

Dienstag, 15. April 2025, 18.15 Uhr
„Sozialgeschichte aus dem östlichen Europa im Zeitalter der Extreme [...]“
Forschungskolloquium

mit: Dr. Klemens Kaps (Johannes Kepler Universität Linz)
Vollst. Titel: „Sozialgeschichte aus dem östlichen Europa im Zeitalter der Extreme: Die Forschungen Roman Rosdolskys zwischen politischem Engagement, transnationalen Debatten und galizisch-ukrainischem Blickwinkel“. Vortrag im Rahmen des Kolloquiums Geschichte transkulturell von Prof. Dr. Bähr.
Ort: Logenhaus, Logenstraße 11, Raum 101/102
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